Zum zwölften Mal gastiert das
französische Jugendfestival
Cinéfête
in den Marburger Filmkunsttheatern. Cinéfête verbindet traditionell einen
Einblick in
das aktuelle Schaffen der großen Filmnation Frankreich mit
einem
Blick auf die Kultur unseres Nachbarn. Das
Festivalprogramm vereint pädagogischen Anspruch, jugendgerechte Unterhaltung
und
künstlerischen Wert.
Die Filme kommen ebenso aus Frankreich wie
aus frankophonen Ländern
und werden
in
der Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt
-
zum Sonder-Eintrittspreis von 3,-€!
Cinéfête leistet über die
Vermittlung von Filmkultur und Sprachkenntnis
hinaus einen wichtigen Beitrag zum
deutsch-französischen Verständnis
und
zum gegenseitigen Kulturdialog.
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Mit
Cinéfête
entdecken die deutschen Schüler und
Schülerinnen, die Filme oft nur
in der synchronisierten Fassung kennen, die kulturelle und
ästhetische Vielfalt
eines europäischen Kinos, jenseits des Mainstreams!
Ziel von Cinéfête ist es, jungen
Leuten mit dem französischen Film die französische Sprache
und Kultur nahe zu bringen. Das Kino wird zu einem Ort des lebendigen
Sprachenunterrichts und der Begegnung mit fremden Kulturen. Sie werden
an Werke der Filmkunst herangeführt und für deren spezifische
Qualität sensibilisiert. Dabei soll vor allem Eines nicht zu kurz
kommen: die Lust am französischen Film, denn Kino ist Lernort und
Erlebnisort! So ist Cinéfête ein mancherorts schon
im voraus heiß erwartetes Fest des Französischen Kinos:
Cinéfête - c'est le cinéma en fête !
Als ältestes deutschlandweit agierendes Schulfilmfestival ist
Cinéfête ein Modellprojekt: Entwickelt
auf Basis langjähriger französischer Erfahrungen im Bereich
Filmpädagogik möchte es nicht nur
den französischen Film vermitteln und deutschen Lehrern Anregungen
für einen anderen Französischunterricht geben. Es zielt auch
darauf, Film als kulturelles Gut langfristig in den Schulunterricht zu
integrieren und den Aufbau der Filmerziehung in Deutschland zu
unterstützen.
BON FESTIVAL !
Margret
Schulz Sprachreferentin Institut Francais Mainz
Maret
Wolff, Lara Philippi AG Kino - Gilde deutscher
Filmkunsttheater e.V.
Hubert
Hetsch , Marburger Filmkunsttheater
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Das
war das Programm
für
Grundschulen:
Azur et Asmar, Zeichentrickfilm von Michel Ozelot, F
2006, 95 min.
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für
Sekundarstufe 1 und 2:
Yuki & Nina von Hippolyte
Girardot, Nobuhiro Suwa, F 2008, 92 min.
Micmacs à
tire-larigot (Micmacs - uns gehört Paris!) von Jean-Pierre Jeunet, F
2010, 104 min.
Le hérisson (Die
Eleganz der Madame Michel) von Mona Achache, F 2008, 99 min.
Oscar
et la dame rose (Oskar und die Dame in
Rosa) von E. E. Schmitt, F
2009, 105 min.
Le
premier jour du reste de ta vie (C'est
la Vie: So sind wir, so ist das Leben)
von Rémi
Besanzon, F 2008, 114 min.
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für
Sekundarstufe 2:
Molière
von Laurent Tirard,
F 2006, 120 min.
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Cinéfête 2011 bot ein
vielfältiges Programm, das in
verschiedene Welten und Themen
entführte. Neben
Abenteuergeschichten gab es
Komödien und Familiengeschichten:
"Azur et Asmar"
ist ein buntes
Zeichentrick- Märchen aus dem Orient, das die Abenteuer zweier
Brüder im Geiste
erzählt und eine Allegorie auf die Verständigung
unterschiedlicher Kulturen
ist. Während "Yuki & Nina"
eher im Stil des Cinéma verité die Geschichte zweier
Freundinnen erzählt, die
von zu Hause fortlaufen, als Yukis Eltern beschließen sich zu
trennen. Die
Kinder emanzipieren sich von der Erwachsenenwelt und Traum und
Wirklichkeit
gehen ineinander über.
Ganz anders die phantasievolle und
poetische
Utopie von Jean-Pierre Jeunet: "Micmacs à
tire-larigot", in der eine
Gruppe von skurrilen Außenseitern einen komischen Rachefeldzug
gegen
skrupellose Waffenhändler aufnimmt und Jeunet wieder in ein
magisches Paris
entführt. Der Film "Le hérisson"
basiert auf dem Bestsellerroman
"Die Eleganz des Igels" von Muriel Barbery. Die scheinbar
mürrische
Concierge Madame Michel und die lebensmüde elfährige Paloma
leben in einem
Pariser Wohnhaus. Ihr Leben ändert sich, als der geheimnisvolle
Japaner Ozu
auftaucht und die strengen bürgerlichen Regeln sprengt.
Eine
tragikomische Familiengeschichte ist der
Film "Le
premier jour du reste de ta vie", in dem an fünf Tagen
jeweils aus der Perspektive eines Familienmitgliedes ein entscheidender
Moment
im Leben passiert.
"Oscar et la dame
rose" führt in die
Welt des zehnjährigen Oskars, der schwer krank im Krankenhaus
liegt und durch
die Freundschaft zu einer Pizzalieferantin neuen Lebensmut schöpft.
Schließlich der
Kostümfilm "Molière",
der einen fiktiven Lebensabschnitt des berühmten Dichters
beschreibt, eine Komödie voll von amüsanten Intrigen und
Liebesabenteuern.